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Besonderes

Auf der Suche nach Gesundheit haben wir schon lange die Entwicklungsprozesse, die gesunde Entwicklung (Salutogenese) betrachtet. Dabei ist in den letzten Jahren ein Thema in den Vordergrund getreten, das uns und viele andere beschäftigt: Übergänge / Veränderungsprozesse / Transformation.

Wie können wir Kompetenz für Übergänge erwerben?

In Übergängen fühlen sich viele Menschen unsicher: Soll und kann man einen sicher geglaubten Zusammenhalt aufgeben? Wie soll die Zukunft werden? Welchen Platz hat man in der Zukunft? …? Typische große Übergänge im Leben eines jeden Menschen sind seine Geburt, Pubertät und das Sterben. Dazwischen gibt es jeweils viele kleine Übergänge wie z.B. jede Erkrankung und Gesundung. Auch große Entwicklungen in Teams, in Organisationen, Kulturen usw. gehen mit Übergängen einher.
Die alte stimmige Verbundenheit, die Kohärenz, funktioniert nicht mehr so richtig, und eine neue Kohärenz ist noch nicht erreicht, manchmal noch gar nicht klar sichtbar ist. Das gilt für Übergänge in allen Lebensdimensionen: biografisch, familiär/gemeinschaftlich, gesellschaftlich/kulturell wie auch global und geistig.
Manche erleben Schwindel, andere Angst, Unsicherheit, wieder andere Erleichterung, Erlösung, Euphorie. Eine Patientin berichtete von tagelangem „Chaos im Kopf“. Alles sind mögliche Zeichen von beginnenden Kohärenzübergängen, dass sich unser Gehirn neu strukturieren möchte oder muss.
Aus Angst vor Neuem, das noch nicht abgesichert ist, versuchen viele am Alten festzuhalten – bis es zerreißt. Wie können wir Mut zum Übergang ins Unberechenbare finden? Wie können wir Vertrauen in Übergänge finden, wenn wir zwar ein Ziel vor Augen haben oder erahnen, aber noch nicht den Weg dorthin kennen?
Mit dem Blick auf Übergänge und dem interdisziplinären Austausch darüber wollen wir unser aller Kompetenzen zur Mitgestaltung der individuellen und gesellschaftlichen Veränderungsprozesse stärken. Diese kooperative Kompetenzentwicklung ist für sich gesehen auch ein Übergang, ein Lernprozess – womöglich ein Teilprozess von gesellschaftlicher / kultureller und globaler Kompetenzentwicklung in ebenso sinnvollen wie notwendigen Übergängen.
Auf dem 1.0 uebergaenge.org – symposium vom 5.-7.Mai 2017 (dem 10. Symposium für Salutogenese, also einem Übergangssymposium im doppelten Sinn) haben wir Erfahrungen mit und Sichtweisen auf Übergänge /Transformationen sammeln und austauschen können.
In drei interdisziplinären Themengruppen (‚Gesundung als Übergang‘, ‚Wissenschaftliche Revolutionen‘, ‚Gesellschaftliche Übergänge‘), vielen Vorträgen (u.a. von den HauptreferentInnen Ursula Seghezzi (Autorin, Coach, ‚transformation in natura®‘), Prof. Dr. Dr. Helge Peukert (Ökonom) und Prof. Dr. Thilo Hinterberger (Physiker, Bewusstseinswissenschaftler) und Workshops u.a.m. wurde vorhandene Übergangskompetenz deutlich. Viele Beiträge können Sie verschriftlicht im Heft 54 von DER MENSCH finden: ''Inmitten von Übergängen'.
Die Kooperative uebergaenge.org beim Zentrum für Salutogenese
www.salutogenese-zentrum.de  www.uebergaenge.org

Kunst in der Alten Mühle

Wir freuen uns über die bildnerischen Arbeiten von Jutta Holz-Nauert, die einige Räume schmücken. Mehr Kunstwerke sind hier zu sehen: www.holznau-art.de.